Über EYFON

Ausgangslage – die Herausforderung

Europa ist in einer Phase der Veränderung und muss sich in einer Welt mit wandelnden Rahmenbedingungen und zahlreichen Herausforderungen neu positionieren. Jungen Menschen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, geht es doch um ihre Zukunft, ihre Lebensvorstellungen und ihre Erwartungen. Möglichkeiten und Chancen von Digitalisierung, Internationalisierung und Migration zu nützen, Risiken und Gefahren zu erkennen und abzuwenden muss das Ziel sein, für dessen Erfüllung ein geeintes Europa von besonderer Bedeutung ist.

Nur 7 % der Weltbevölkerung sind Europäer. Wie können diese ihre Standards, aber auch ihre Wertorientierung erhalten? Welche institutionellen Voraussetzungen sind dafür notwendig? Welche Strategien und Maßnahmen können hier zielführend sein? Schließlich geht es auch um eine neue Begeisterung der jungen Menschen für Europa. Den Aspekten des Miteinanders, der Solidarität, der Gemeinsamkeit und Identität kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

Mangelndes Krisenmanagement der Europäischen Union, ein Defizit an Visionen für eine sinnvolle Entwicklung, Überbürokratie, die fehlende Konzentration auf die prioritären Themen bewirken eine zunehmende Europa-Skepsis auch unter der jungen europäischen Bevölkerung. Eine verbesserte Europakommunikation und -information, vor allem aber mehr und besserer Dialog ist ein Gebot der Stunde.

Geschichte – das Fundament

Am 7.7.1957 wurde die Burg Forchtenstein nach seiner Adaptierung durch die Europäische Föderalistische Bewegung (EFB) als erstes österreichisches Europahaus, benannt nach seinem Gründer „Karl Brunner Europahaus“, eröffnet. Seither ist die Burg Forchtenstein eine internationale Begegnungsstätte und Bildungszentrum zur parteiübergreifenden Förderung des europäischen Einigungsgedankens und der europäischen Integration.

Planung, Organisation und Durchführung des Veranstaltungsprogrammes sowie der Erhalt des Objektes selbst erfolgte bis dato über die EFB Steiermark bzw. fußt auf dem persönlichen und ideellen Einsatz einiger weniger Proponenten. Bisher konnten so einzelne jährliche Schwerpunktveranstaltungen durchgeführt und das Schloss in seiner Substanz grob erhalten werden. Ein durchgehendes Veranstaltungsprogramm wurde aber mangels personeller und finanzieller Ressourcen nicht geboten und bauliche Erhaltungsmaßnahmen konnten nur in sehr eingeschränktem Umfang durchgeführt werden.

Neuausrichtung – die Idee

Das europäische Jugendforum Neumarkt wird durch Begegnung mit jungen Menschen, Gedankenaustausch und dem Erlebnis von europäischer Gemeinsamkeit einen Betrag zum Dialog leisten um Antworten zu finden auf die Frage: Wie geht es weiter mit Europa?

Junge Europäer und Europäerinnen werden mit den europäischen Ideen und Werten vertraut gemacht, Europa im Dialog erleben, neue europäische Perspektiven entwickeln und austauschen sowie zum Engagement für Europa, vor allem auch in ihren nationalen Herkunftsländern, motiviert werden.

Vorhaben – der Weg

Jungen Menschen aus ganz Europa und selbstverständlich auch Österreich werden Mehrtagesprogramme angeboten, deren Inhalte in Abstimmung mit der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und anderen der Europaidee verpflichteten Institutionen definiert werden und sie werden über die Zukunft ihres Kontinents diskutieren, Problemstellungen kritisch hinterfragen, Perspektiven entwickeln und Motivation zum europäischen Engagement erhalten.

Inhalte sollten nicht nur Fragen der Nationalität versus europäischer Gemeinsamkeit sein, sondern auch Fragen der Toleranz zwischen den Religionen Europas, spezifischen kulturellen Ausprägungen und unterschiedlichen Herangehensweisen in Fragen beispielsweise der Migration. Das fachliche Programm (Vorträge, Diskussionen, Präsentationen, Workshops, etc.) findet sich in diesen Angeboten ebenso wie gemeinsame Freizeitgestaltung, Kulturausflüge, sportliche Aktivitäten und gesellige Ereignisse.

Rahmen – das „European Youth FOrum Neumarkt“ – EYFON

Die Infrastruktur insbesondere jene der Gemeinde Neumarkt, sowie der Region sollen auf dieses Vorhaben hin adaptiert werden und auch dislozierte Veranstaltungsräume für Workshops, etc. zur Verfügung stellen. Die Burg Forchtenstein ist von der EFB Steiermark in eine gemeinnützige Stiftung eingebracht worden, die als Erhalter des Hauses Mittel für notwendige Bauvorhaben und Sanierungen zur Verfügung stellen wird.

Der Verein „Europäisches Jugendforum Neumarkt“ (EYFON) trägt die operative Betreuung für das Begegnungs- und Dialogzentrum bei dem europäische Jugendliche im Alter von 14 bis 25 Jahren im Mittelpunkt stehen und gestaltet, organisiert und veranstaltet unterschiedlichste Foren für etwa 1000 junge Menschen pro Jahr in dem Zeitraum Mai bis Oktober, wobei der Fokus auf Mittel-, Ost- und Südosteuropa gelegt werden soll.

Begeisterung für Europa – das Ziel

Jungen Menschen muss neben der Bedeutung Europas als Wertegemeinschaft und der Wichtigkeit der Vertiefung der Integration auch die Möglichkeit gegeben werden, im Dialog und der Begegnung mit Gleichaltrigen ein Leitbild für Europa zu finden, sich damit zu identifizieren und diese aktiv zu propagieren. Jeder Teilnehmer übernimmt es, nach seiner Rückkehr in seine Heimat eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung über seine Erfahrungen mit zumindest 20 weiteren jungen Menschen durchzuführen, um auf diese Weise einen „Schneeballeffekt“ zum Thema Europa zu erzeugen.

Pressetext EYFON juni 2018 (PDF)

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